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28. August

Selbst Bayerns CSU-Anhänger halten Zweidrittel-Mehrheit für einen Alptraum

Freie Wähler zur Forsa-Umfrage

Nach der neuesten Umfrage des Forsa-Instituts lehnen 63 Prozent der Bürger eine Zweidrittel-Mehrheit für die Staatspartei ab. Die Freien Wähler warnen, dass auch bei wenig über 60 Prozent der Stimmen für die CSU diese Konstellation droht. FW-Landesvorsitzender Armin Grein: "Wenn der Wähler die Allmacht der CSU verhindern will, muss er am 21. September den Freien Wählern seine Stimme geben."

München - Nicht einmal eingefleischte CSU-Anhänger wollen mehrheitlich, dass die bayerische Staatspartei den Freistaat mit verfassungsändernder Mehrheit regiert. Nach der gerade veröffentlichten Forsa-Umfrage wollen 56 Prozent der Sympathisanten Stoibers keinesfalls Verhältnisse wie im früheren Ostblock oder in südamerikanischen Bananenrepubliken. Die Forsa-Umfrage zitiert Umschreibungen der Befragten mit "Alptraum, grauenvoll, Katastrophe und Diktatur". Rechenbeispiele zeigen, dass schon mit wenig über 60 Prozent die CSU zu einer Zweidrittelmehrheit kommen kann: Bereits bei der letzten Landtagswahl 1998 erhielten die Gruppierungen, die die 5-Prozenthürde nicht schafften, zusammen 12,7 Prozent der Stimmen. Der dieser Zahl entsprechende Anteil an Landtagssitzen wurde unter den Landtagsparteien entsprechend ihrer Stärke verteilt.

Vor diesem Hintergrund ist vor allem das Abschneiden der Freien Wähler von Bedeutung, die schon bei der letzten Wahl als stärkste unter den nicht im Landtag vertretenen Gruppierungen abgeschnitten hat. Wenn Sie die 5-Prozenthürde knapp verfehlen, dann ist die Gefahr übergroß, dass die CSU schon mit 61/62 Prozent die Zweidrittelmehrheit der Mandate erhält.

FW-Wählergruppenvorsitzender Johann Deuerlein: "Auf den Schultern der Freien Wählern liegt es nun ganz allein, dass aus einem weiß-blauen Himmel kein schwarzer wird. Der Wähler hat eine echte Alternative zum abgehobenen Gipfelstürmer Stoiber".

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