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12. Januar

Freie Wähler fordern Maßnahmen für Grund- und Hauptschulen

Ergebnis der CSU-Klausur: Gymnasien die Gewinner, Grund- und Hauptschulen die Verlierer

Die Freien Wähler üben heftige Kritik an den Beschlüssen der "Sparklausur" der CSU-Landtagsfraktion: Dass die Erwachsenenbildung nicht weiter geschmälert und die Gymnasien, insbesondere die G-8 Schulen, stärker unterstützt werden, ist eine Selbstverständlichkeit. Es ist schon sehr verwunderlich, dass man überhaupt an Einschränkungen in diesem Bereich gedacht hat.

Aber was völlig fehlt, sind Hilfen für Grund- und Hauptschule: Hier haben wir in Bayern das mit Abstand größte schulische Problempotential, und die CSU-Landtagsabgeordneten, die mit ihrer Zweidrittel-Mehrheit ja die Macht im Lande darstellen, schauen einfach weg! Dabei geht es hier um Probleme, die jeder vor seiner Haustüre beobachten kann:

  • Seit 1992 wurden an die 200 Teilhauptschulen geschlossen, in den kommenden Jahren sollen ALLE noch bestehenden rund 450 Teilhauptschulen aufgelöst werden. Zuhause in ihren Wahlkreisen setzen sich die CSU-Abgeordneten für die "heimatnahe Schule" ein, in ihrer tatsächlichen Arbeit im Landtag beschließen sie aber genau das Gegenteil. Große Schuleinheiten führen zu Anonymität, Verlust von sozialer Nähe und Disziplinproblemen. Ausbildungsplätze sind für Hauptschüler noch schwerer finden.
  • Bayern gehört zu den Bundesländern, in denen ein weiterführender Bildungsabschluss am meisten von der sozialen Stellung des Elternhauses abhängt. Dies wird sich noch verstärken, wenn die Grund- und Hauptschulen nicht dafür fit gemacht werden, auch Kinder aus sozial benachteiligten Schichten ausreichend zu qualifizieren.
  • Der größte Skandal ist jedoch, dass bereits jetzt nur knapp die Hälfte aller Hauptschüler den "Quali" schafft. Zehn Prozent schaffen überhaupt keinen Schulabschluss.
  • Besonders schlimm ist es bei Ausländerkindern: Dort schaffen es nur ein Drittel auf weiterführende Schulen, ein ganzes Viertel - 25 Prozent - kommt nicht einmal zum einfachen Hauptschulabschluss.

Diese schlimme Situation ist seit Jahren bekannt und verschlechtert sich immer weiter. Den CSU-Abgeordneten ist vorzuwerfen, dass sie den Grundbaustein der Bildung unserer Kinder sträflich vernachlässigen: Sie lassen es zu, dass sich nicht nur die soziale Ungerechtigkeit verschärft, sondern dass auch ein enormes Zukunftsproblem gestrandeter und nicht integrierter Schulabgänger auf uns zukommt, die keine Chance auf einen Ausbildungs- und damit auch Arbeitsplatz haben. Die Freien Wähler, besonders aber die Eltern und Lehrerverbände haben detaillierte Vorschläge zur Verbesserung dieser Situation gemacht: Sie verstauben in Schubladen, und auch jetzt ist wieder eine Chance verpasst worden.

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