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19. Juni

Landeselternbeirat der Schulen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V. sucht Gespräch mit den Freien Wählern

Aiwanger: Mehr Personal an Förderzentren und Behindertentagesstätten hilft den Betroffenen und der Gesellschaft.

Wie im gesamten Bildungsbereich so ist auch an den Schulen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern die Lehrerversorgung zu knapp bemessen. Dies wurde bei einem Gespräch der Freien Wähler mit Johann Kechele, dem Vorsitzenden des Landeselternbeirats dieser Schulen, in München deutlich. Für die rund 95 Förderzentren in Bayern würde ein Sonderschullehrer mehr pro Schule schon eine deutliche Verbesserung der derzeitigen Situation bringen, so Christian Kögl, Bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler. Insgesamt also rund 90 Lehrer, die vorhanden wären, nach der teuren Ausbildung aber häufig ins Ausland abwandern (Österreich, Schweiz), weil sie in Bayern nicht übernommen werden. Eine bestmögliche Förderung behinderter Kinder bedeutet auch, dass diese später ein selbständigeres Leben führen können, was sicherlich im Sinne aller in unserer Gesellschaft ist, so die Freien Wähler und der Landselternbeiratsvorsitzende übereinstimmend.

Auch der Ausbau der Tagesstättenplätze für Kinder mit geistiger Behinderung ist dringend nötig. Durch den Mangel an Betreuungsplätzen am Nachmittag können nämlich die Eltern behinderter Kinder ihrem Beruf nicht mehr nachgehen und müssen zuhause bleiben, was z.B. gerade auch im Großraum München häufig zutrifft und dort aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten besonders problematisch ist.

Hubert Aiwanger: „Sozialstaat heißt, dass sich Menschen, die unverschuldet nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, auf die Hilfe der Gesellschaft verlassen können müssen. Wenn man die Betroffenen in diesem gesellschaftlichen Tabubereich der Behinderung im Stich lässt, ist dies erstens ein Vertrauensbruch und es führt außerdem sogar zu erhöhten Folgekosten für die Gesellschaft, wenn man schon meint, bei der Betreuung wirtschaftliche Kriterien anlegen zu müssen.“

Zum Informations- und Meinungsaustausch in München trafen sich (v.l.): Johann Kechele, Vorsitzender des Landeselternbeirats der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V., Sabine Huth, Vorstandsmitglied des Landeselternbeirats, FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger, Christian Kögl und Claudia Beckerbauer vom FW-Arbeitskreis Bildung sowie Michael Fischl, der Leiter der FW-Landesgeschäftsstelle.