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28. Oktober

Rahmenbedingungen an Gymnasien verbessern!

FW zu Meinungsaustausch bei Bayerischem Philologenverband.

Bei einem Informationsgespräch in München holten sich FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger und FW-Bildungssprecher Christian Kögl beim bpv-Vorsitzenden Max Schmidt "Informationen aus erster Hand" zur Situation an den bayerischen Gymnasien.

Das große Problem Lehrermangel trifft die Gymnasien auch heuer wieder in voller Härte, so Max Schmidt. Das Finanzbudget, welches den Schulleitern zugeteilt wird, um auf dem freien Stellenmarkt Lehrer zu suchen und anzustellen, helfe leider nicht weiter, weil außer in den Fächern Kunst und Musik kaum geeignete Leute zu finden sind. Hochschulabsolventen bekämen heute von der Wirtschaft weitaus lukrativere Angebote als vom Staat für den Schuldienst. Insgesamt sei der Beruf des Gymnasiallehrers durch die schlechten Rahmenbedingungen für viele Berufsanfänger nicht mehr so attraktiv, dass sich ausreichend qualifizierte Bewerber finden ließen. Ein wesentlicher Faktor hierbei sind auch die übergroßen Klassen, die schlechte Lernvoraussetzungen schaffen.

Hubert Aiwanger äußerte Unverständnis, dass dieses Thema aufgrund falsch verstandener Sparbemühungen der Staatsregierung offensichtlich auf den "St. Nimmerleinstag" verschoben wird. Ziel müsse eine Klassenobergrenze von 25 Schülern sein. Dass man hiervon weit entfernt ist, machte Christian Kögl deutlich: Auch in diesem Schuljahr gebe es wieder Eingangsklassen von bis zu 34 Schülern und mehr, Klassen mit bis zu 25 Schülern sind die Ausnahme. FW und bpv stimmen überein, dass die Einstellungs- und Personalpolitik dringend geändert werden muss.

bpv-Vorsitzender Schmidt forderte, dass das überhastet eingeführte G8 nun Ruhe brauche, damit sich die Lehrer wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. So sei etwa auch die Einführung des Büchergeldes ein Fehler gewesen. Zur Stärkung der bayerischen Bildungslandschaft müssten aber auch die Anstrengungen für die anderen Schularten spürbar verstärkt werden. Hubert Aiwanger warnte davor, dass die gesamte Schulstruktur in Umbruch geraten werde, wenn die "Problemzonen" der teilweise unbefriedigenden Qualifikation der Hauptschüler mit Ansehensverlust für den Hauptschulabschluss und die mangelhaften Rahmenbedingungen an den weiterführenden Schulen nicht bald behoben werden. Von einem solchen Umbruch würde keine Schulart verschont bleiben. Bayern könne es sich aber nicht leisten, das bisherige Vorzeigemodell Gymnasium an die Wand zu fahren.

Fordern eine Verbesserung der bildungspolitischen Rahmenbedingungen: (v.l.n.r.) Christian Kögl, Sprecher des FW-Arbeitskreises Bildung, bpv-Vorsitzender Max Schmidt und FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger