Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles


Aktuelles aus dem Landtag

Informationen zur Landtagsfraktion der Freien Wähler Bayern finden Sie unter www.fw-landtag.de.


Aktuelles aus dem Europaparlament

FW in Europa - Für ein Europa der Bürger und Regionen!

Website unserer Europaabgeordneten Ulrike Müller



Onlineshop FW-Werbemittel

Druck- und Streuartikeln der FREIEN WÄHLER finden Sie in unserem Werbemittelshop unter http://werbeshop.fw-bayern.de!


Anmeldung zu unserem Newsletter

Sie wollen unsere aktuellen Informationen direkt bekommen?
Dann melden Sie sich einfach hier an!


Seiteninhalt

3. Juni

FW: Bäuerliche Strukturen bei der Milchviehhaltung sichern

Zum aktuellen Milchstreik:

Die Freien Wähler weisen vor dem Hintergrund der schlechten Erlössituation der Milchviehhalter auf den hohen Stellenwert der heimischen bäuerlichen Milchproduktion hin.

FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger sieht im Milchstreik den berechtigten Hilfeschrei einer Branche, die in Existenznot geraten ist: "Es ist unverständlich, dass sich das Bundeskartellamt jetzt darum kümmert, ob der Aufruf zum Lieferstopp rechtmäßig ist oder nicht, während man auf der anderen Seite dem Aufbau marktbeherrschender Stellungen beim Handel tatenlos zugesehen hat. Wenn jetzt Bundesagrarminister Seehofer sagt, dass Preisbildung allein Sache der Marktbeteiligten sei, geht das ins Leere, weil die Marktmacht der Beteiligten bisher nicht ausgeglichen ist. Die einen produzieren und liefern ab, die anderen bestimmen den Preis. Wenn die Milchbauern jetzt einen Mindestpreis für ihre Ware fordern, ist das ihr gutes Recht. Die Betriebe haben oftmals viel Geld in Ställe usw. investiert und sind damit über viele Jahre gezwungen, zu produzieren. Sie leben auf Kosten der Substanz, wenn sie zu niedrigen Preisen abliefern müssen. Das wurde rücksichtslos ausgenutzt. Bayern hat derzeit noch knapp 50.000 Milchviehhalter, ihre Zahl halbiert sich alle zehn Jahre. Es besteht die Gefahr, dass am Ende nur noch wenige Großbetriebe übrigbleiben, die dann nicht mehr in bäuerlicher Hand sind, sondern der Industrie oder Investoren gehören, womit die Marktbeherrschung komplett wäre. Dann wäre der Lebensmittelkunde dem Preisdiktat genauso ausgeliefert wie derzeit der Stromkunde. Wenn die Politik also an der Seite der Bürger steht, ist sie gefordert, die Existenz möglichst vieler Milchviehhalter zu sichern, um Monopolstrukturen zu verhindern. Mengensteuerung muss dazu im Einflußbereich der Produzenten liegen, um aus der Rolle des billigen Jakob herauszukommen, der arbeitet, abliefert und am Ende zusätzlich noch Grund und Boden verliert. Die politisch gesteuerte Erhöhung der Milchquote um ein Prozent jährlich ist ein Fehler, weil sie zu weiterem Preisverfall führt. Unklare Entscheidungen wie die Neuregelung der Erbschaftssteuer verunsichert die Betriebe. Kostentreiber sind die geradezu explodierende Bürokratie, Kürzungen bei Agrardieselrückerstattung, Landschaftspflegeprogrammen, Beratungsabbau, Agrarsozialbereich usw...

Also: Kosten runter und Preise durch Mengensteuerung so weit rauf, dass die heimische bäuerliche Milchproduktion Zukunft hat. Auch zum Nutzen der Bürger."