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30. Januar

Freistaat untergräbt mit Altersgrenzen Berufseinstieg für ältere Arbeitslose

Von der IHK geehrt, vom Staat abgelehnt, weil zu alt.

Aiwanger: Staat sollte mit gutem Beispiel vorangehen! Starre Altersgrenzen darf es bei der Besetzung staatlicher Stellen nicht geben!

Den Freien Wählern liegt ein Beispiel vor, das zeigt, wie ausgerechnet der Freistaat die berufliche Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser im staatlichen Bereich verhindert: Im vorliegenden Fall wurde die Bewerbung auf eine im Internet ausgeschriebene Fachlehrerstelle für das Berufsbild Fachkräfte für Lebensmitteltechnik ohne weitere Prüfung abgelehnt, weil der Bewerber die Altersgrenze von 43 Jahren überschritten hat. Dabei stand seine fachliche Qualifikation außer Zweifel:

  • Von 1989 bis 2006 war er Mitarbeiter in einem Lebensmittelbetrieb, in dem er aus betriebsbedingten Gründen entlassen wurde. Neben anderen Aufgaben trug er seit 1996 als Ausbilder in diesem Berufsbild Verantwortung.
  • Im März 2007 erhielt er sogar eine Ehrung durch die zuständige IHK für zehnjährigen überdurchschnittlichen Einsatz für die Berufsausbildung, davon mehrere Jahre als Vorsitzender des Prüfungsausschusses der zuständigen Kammer sowie Mitgliedschaft im bundesweiten schriftlichen Prüfungsausschuss.

Für Hubert Aiwanger ist dies nicht hinzunehmen: "Der Freistaat darf nicht Wasser predigen und in eigenen Belangen Wein trinken! An die Betriebe wird wortreich appelliert, älteren Arbeitnehmern eine Chance zu geben und von deren Erfahrung zu profitieren - in der eigenen Verwaltung verhängen die Behörden dagegen eine Altersgrenze". Das, so Aiwanger, "kann nicht sein!"

Inzwischen schaut es so aus, als ob der Bewerber nach hartnäckigen Eingabenbei Ministerpräsident Beckstein - während dessen Amtszeit als Innenminister - wenigstens erreicht hat, dass das Kultusministerium eine Nivellierung bezüglich der Altersgrenze andenkt. In Zukunft sollen einzelne Ausnahmen möglich sein. Aber am grundsätzlichen Missstand ist damit nichts verändert. Die Freien Wähler sind der Ansicht, dass es bei der Anstellung von Fachpersonal in der staatlichen Verwaltung keine starren Altersgrenzen geben darf.

Gerade bei Fachpersonal ist die berufliche Erfahrung gefragt: Auf der einen Seite soll die Arbeitszeit auf ein Lebensalter von 67 Jahren verlängert werden, auf der anderen Seite erhält der, der älter als 43 ist, keinen Job. Das, so Aiwanger, "macht keinen Sinn". Es gibt genug transparente und zielgenaue Verfahren, die Eignung und Leistungsfähigkeit eines Bewerbers festzustellen.