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31. März

FW: Konzentration auf das Wesentliche ist gefragt

Reformkonzept der CSU zum G8:

Von "Rosstäuscherei" spricht FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger angesichts der Pläne von Kultusminister Siegfried Schneider, die Kürzungen in der Stundentafel durch Wegfall von Intensivierungsstunden sowie Ergänzungen und Wiederholungen zu erreichen.

"Was unsere Kinder an den Gymnasien wirklich brauchen", so Hubert Aiwanger, "ist eine echte Flurbereinigung und Entrümpelung in den bayerischen Lehrplänen. Konzentration auf das Wesentliche und Vermittlung von Zusammenhängen ist wichtiger als hochkompliziertes Detailwissen, das man sich nur kurzfristig merkt."

Es sei geradezu ein Hohn, so Aiwanger, den Wegfall von Intensivierungs- und Wiederholungsstunden als "Stoffkürzungen" verkaufen zu wollen. Das Gegenteil sei der Fall: Die Stofffülle werde eben nicht reduziert, sondern die Zeit und die didaktischen Möglichkeiten zum Erlernen würden gekürzt. Das führe zu noch mehr Oberflächlichkeit, indem noch stärker als bisher nur von Schulaufgabe zu Schulaufgabe Fakten ins Gehirn getrichtert werden müssen, um sie hernach sofort wieder zu vergessen, ergänzt Christian Kögl, bildungspolitischer Sprecher der FW.

Die Freien Wähler halten eine Verkürzung der Stundentafel von 266 auf 260 Stunden für sinnvoll, wenn dies mit einer echten Stoffreduzierung und mehr pädagogischen Anreizen im Freizeitbereich und an der Ganztagsschule einhergeht. Was hingegen nicht sein darf, ist eine Verkürzung der Stundentafel durch eine Verlagerung der Intensivierungs-, Wiederholungs- und Ergänzungsstunden zum freiwilligen Angebot im Ermessen der jeweiligen Schulen. Genau das, so Aiwanger, ist eben "Rosstäuscherei".