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Kreisversammlung am 18. April 2007

Repperndorf

Bilder von Rainer Bischof
Vorsitzender Paul Streng hält die Eröffnungsrede

Frau Kathleen Regan-Kaufold referiert

Mit einer interessanten Tagesordnung hat der Kreisvorstand der Freien Wähler zu seiner Kreisversammlung ein, am: Mittwoch, 18. April 2007, 19.30 Uhr, im Sportheim in Repperndorf, eingeladen. Neben dem Jahresbericht, Ehrungen und Ausblick auf die Veranstaltungen 2007, gebührte dem Referat: „Chancen des Landkreises Kitzingen angesichts des demographischen Wandels“, hohe Aufmerksamkeit. Referentin ist, Frau Kathleen Regan-Kaufold, Abteilungsleiterin für Jugend und soziale Angelegenheiten, am Landratsamt Kitzingen, die mit Beispielen und bildlichen Dokumentationen, dieses überaus wichtige und ernst zu nehmende Thema anschaulich präsentierte. 

 

 

Nachfolgend der Presseartikel in der Main Post von Ralf Weiskopf:

LANDKREIS KITZINGEN – Main Post am 23.04.2007 Entwicklung des Kreises geprägt

Die Freien Wähler (FW) haben Landrätin Tamara Bischof in ihren Reihen, sind mit 20 Mitgliedern im Kreistag vertreten und stellen zahlreiche Bürgermeister und Gemeinderäte. Alles Gründe, um stolz zu sein und das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Dies wurde bei der Kreisversammlung im Sportheim in Repperndorf deutlich, zu der rund 140 Mitglieder gekommen waren. „Wir leben in einer spannenden Zeit und unsere Aufgabe ist es, den Menschen hier im Landkreis das Leben so angenehm und erträglich wie möglich zu gestalten“, sagte Kreisvorsitzender Paul Streng zum Auftakt. Die FW hätten in den vergangenen Jahren die Entwicklung im Landkreis, trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Bund und Land, stark geprägt. Hervorragend positioniert Der Landkreis zeige sich hervorragend positioniert und belege im Vergleich der Landkreise bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen Platz 36, bei den Arbeitslosenzahlen Platz 57, bei der Verschuldung – trotz hoher Investitionen in die Schulen – Platz 92; und dies, obwohl man bei den Einkommensteuer-Einnahmen bundesweit auf Platz 221 liege. Seit Beginn der Amtszeit von Tamara Bischof sei die Kreisumlage nicht erhöht und heuer – um die Gemeinden zu entlasten – sogar um einen Prozentpunkt gesenkt worden, erklärte Streng. Frei von Parteienfilz „Der Landkreis ist frei von Parteienfilz, wir nehmen alle Fraktionen mit ins Boot, und die Zusammenarbeit mit der Stadt Kitzingen ist vorbildlich“, stellte Streng fest. Besonders lobte er die Arbeit von Jutta Wallrapp. Durch sie habe die FW in Kitzingen Schwung bekommen. Die Arbeit der FW in nächster Zeit werde von den Kommunalwahlen am 2. März 2008 und der Landtagswahl im Herbst 2008 geprägt sein, sagte Streng. Er forderte die Mitglieder auf, nach geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten. Sein Appell an die Ortsverbände: Haltet die Internetseiten stets aktuell. Dieses Medium gewinne immer mehr an Bedeutung und es gebe nichts Schlimmer sei als veraltete Homepages. „Wir werden zur Wahl eine starke Mannschaft präsentieren und unser Ziel ist es, im Kreistag die stärkste Fraktion zu stellen“, sagte der Kreisvorsitzende. Roland Eckert in den Landtag Mit Blick auf die Landtagswahlen erklärte Streng: „Die Freien Wähler, vor allem unser Kandidat Roland Eckert gehören in den Landtag.“ Er erklärte, dass die FW im Landkreis gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen seien. Diese hätten in unserer kleinräumigen, schönen, vom Weinbau geprägten Landschaft und mit Blick auf den Tourismus nichts verloren. Die Zukunft des Landkreises liege im Weintourismus. Hier gelte es, die vorhandenen Infrastrukturen weiter auszubauen und zu verbessern. In einem Überblick zu bundes- und landespolitischen Themen von der Bildungspolitik über die Sozialpolitik bis zur Familienpolitik, sparte Streng nicht mit Kritik. Der Umbau der Sozialsysteme zu Lasten der Kommunen sei kläglich gescheitert. Die Diskussion um die Krippenplätze nannte Streng unwürdig. Kindererziehung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der einzelne Gruppen, wie Kinderlose, Ältere und Jüngere nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Zum Thema „Chancen des Landkreises angesichts des demographischen Wandels“, referierte Kathleen Regan-Kaufold vom Landratsamt. Der Bevölkerungsanstieg von 2,4 Prozent der vergangenen zehn Jahre werde sich auf 0,8 Prozent verlangsamen und schließlich stagnieren. Die Geburtenzahl werde weiter sinken, die der Sterbefälle zunehmen und auch die Zuwanderung gering ausfallen. Top-Thema des Jahrhunderts „Der demographischen Entwicklung wird das Top-Thema des kommenden Jahrhunderts.“ Den Auswirkungen zu begegnen und die darin liegenden Chancen zu nutzen, sei jeder Bürgermeister und Gemeinderat gefordert. Notwendig sei eine interkommunale Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Seniorenpolitik auf allen Gebieten, von der Pflegebedarfs- und Altenhilfeplanung, der Gesundheitspolitik, über die Bau- und Verkehrsplanung bis zu einer kinder- und familienfreundlichen Politik, sagte Regan-Kaufold.