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JVA

Freie Wähler in der JVA

Einen außergewöhnlichen Ort hatten sich die Freien Wähler Sommerach für eine soziale Bildungsfahrt ausgesucht.

Das sicherste Gefängnis Bayerns, aus dem seit dem 11-jährigen Bestehen erst 1 Ausbruch (in der Bauphase) gelang war das Ziel der Sommeracher, verstärkt durch Freie Wähler aus Volkach und Rimbach. Unter Führung des Anstaltspfarrers Erhard erfuhren die Besucher sehr viel Interessantes aber auch Nachhaltiges.

Neben Schlosserei, Schreinerei, Malerei und Bauhof sind in der JAV Würzburg noch eine Kfz-Werkstatt, eine Großwäscherei und eine Gebäudereinigung untergebracht. Und trotzdem liegt die Arbeitslosigkeit im „Knast“ in Würzburg bei 40 % wusste Pfarrer Ehard zu berichten.

Arbeit ist begehrt bei den Gefangenen, die hier Höchststrafen bis 4 Jahre verbüßen. Begehrt, weil sonst keine Perspektive für die Insassen bestehen und auch nicht jeder den Sportplatz, die Sporthalle und die Kraftsporträume besuchen darf. Seine Gefangenen sind froh, wenn sie hier eine Arbeit erhalten um die Zeit zu besiegen, bis vielleicht der nächste Besuch, der maximal 3 Stunden im Monat dauern darf, erscheint.

In seiner „Kirche“ einem modern eingerichteten, ausbruchsicheren Raum im 2. Stock fesselte Pfarrer Erhard in seiner trockenen, humorvollen Art die Freien Wähler mit tiefgreifenden Begegnungen, die er im Laufe seiner 10 Jahre als „Knast-Pfarrer“ erlebt hatte. Was für ihn hier Glück bedeutet, fasst er in einem Satz zusammen: „Glück ist alles, was uns im Leben erspart geblieben ist“! Viele Straftaten, für die die Gefangenen hier einsitzen, sind oftmals auch nur „Hilfeschreie“ im Leben. Und trotzdem fühle er sich wohl hier, vor allem in der Kirche, in der 2 x am Samstag ein ökumenischer Gottesdienst für 100-120 Gefangene gefeiert wird.

Die zwei Stunden, die er sich Zeit nehmen konnte für die Sommeracher reichten nicht aus, um die vielen interessierten Fragen beantworten zu können. Trotzdem wird diese soziale Begegnung den Freien Wählern noch lange im Gedächtnis haften und manche Dinge im Leben wird der eine oder andere künftig auch mit anderen Augen sehen.

Richard Baumann