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Neujahrsempfang 2010

v.links: MdL Günter Felbinger, Schauspieler Hans Driesel, Landrätin Tamara Bischof, Kreisvorsitzender Paul Streng und Fraktionsvorsitzender Josef Mend
Bilder: Richard Schober

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Kreisversammlung der Freien Wähler

„Politische Gegner hat durchaus Respekt vor den Freien Wählern im Landtag“

MAINBERNHEIM. Am 28. April wurde bei der Kreisversammlung der Freien Wähler in Mainbernheim u.a. der Vorstand des FW Kreisverbands Kitzingen neu gewählt. Der stellvertretende Landrat aus Sommerach, Paul Streng wurde in seinem Amt als Kreisvorsitzender und als Vorstand der Kreisgruppe einvernehmlich in seinem Amt bestätigt.

Die 50 stimmberechtigten Mitglieder im Saal wählten die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Stefan Wolbert aus Willanzheim, Karin Bradenstein aus Marktbreit und Lothar Nagel aus Schwazach.

Zum neuen Geschäftsführer wurde der Volljurist Prof. Thomas Reich aus Wiesentheid gewählt. Als Schriftführer sowohl für den Kreis als auch für die Kreisgruppe wurde Kristian Steinberger aus Rüdenhausen im Amt bestätigt. Schatzmeister für den Kreis und der Kreisgruppe ist weiterhin Ulrich Falk aus Martinsheim. Zum Referenten für Rechtsfragen wurde der Volljurist Roland Eckert aus Bimbach wieder im Amt bestätigt.

Die Versammlung wählte zum Öffentlichkeitsreferenten wieder Alfred Rückel aus Wiesentheid und zum Referenten für Informationstechnologien und neue Medien weiterhin Rainer Bischof aus Dettelbach. Neben Ulrich Falk wurde auch Thomas Enk aus Albertshofen zum Referenten für die Jugend gewählt. Alle Wahlen waren einstimmig.

Als Bereichsbeauftragte gehören dem Vorstand an: Für die Stadt Kitzingen, Jutta Wallrapp aus Kitzingen, für die Verwaltungsgemeinschaft und die Landkreisgemeinden sind dies Karl-Dieter Fuchs aus Mainstockheim. Die weiteren Bereichsbeauftragte sind Stefan Wolbert, Dr. Susanne Knof, Karola Böhm, Rainer Bischof, Peter Haupt und Prof. Thomas Reich.

Nachdem die Kasse von Karola Böhm und Mechthild Sterk, beide aus Großlangheim, geprüft waren, erfolgte die Entlastung einstimmig vor den Wahlen. Die zukünftigen Kassenprüfer für den Kreisverband und für die Kreisgruppe wurde Karola Böhm und Roland Lewandowsky aus Kleinlangheim gewählt.

Im vollbesetzten Saal des Gasthofs „Zum Goldenen Löwen“ in Mainbernheim wurden die Anwesenden vom Vorsitzenden der Freien Wähler, Kreisverband Kitzingen, Paul Streng herzlichst begrüßt.

In ihrem Grußwort kritisierte die Landrätin und Bezirksrätin Tamara Bischof den Zick-Zack-Kurs der bayerischen Landesregierung in München. Von der weis man nicht, ob das heute gesprochene, morgen noch gelte. So habe sich der Bürgerwille schon von Anfang an deutlich gegen den Anbau von Mais der Sorte Mon810 gerichtet, dennoch sei erst jetzt ein Anbauverbot für diese Sorte ausgesprochen worden. Auch nach den Wahlen gelte es Wort zu halten und das Anbauverbot beizubehalten.

Als Gastredner informierte der Landtagsabgeordnete Günther Felbinger über die Landespolitik und warb um Unterstützung der Kandidaten der Freien Wähler, auf Listenplatz 27 für die Europawahl. Felbinger zeigte sich sehr positiv über das Ende der „Ein-Parteien-Demokratie“ in Bayern, seit der letzten Landtagswahl, nachdem die Freien Wähler seit diese Wahl mit 21 Vertretern im bayerischen Landtag vertreten ist. Die CSU biete jetzt ein Bild der Orientierungslosigkeit. „Der politische Gegner hat durchaus Respekt vor uns“ so Felbinger in seiner Rede. „Wir sind auf den Hochgeschwindigkeitszug“ für die bevorstehende Europawahl am 7. Juni dieses Jahres aufgestiegen“. Es gelte nun Europa zu einem konkurrenzfähigem Sozialraum zu machen aber dabei auch die Vielfalt der Regionen zu bewahren. So müssen Entscheidungen hinterfragt werden und eine Überreglementierung durch die EU verhindert werden.

„Wir sind kein Auffangbecken für Enttäuschte oder Systemverdrossene, sondern eine Wählergruppe der politischen Mitte“ so, der Ehrenvorsitzende der Freien Wähler, Walter Hahn in seiner Rede. Er betonte, dass durch den Beitritt der ehem. Fürther Landrätin Gabriele Pauli, die Freien Wähler zusätzlich am Bekanntheitsgrad gewonnen haben. Pauli sei zu einem Begriff bei den Freien Wähler geworden. „Die Volksparteien sind nicht mehr so gefragt, und mit Pauli haben wir eine EU Kandidatin, die bundesweit bekannt ist. Die Freien Wähler müssen als Vertretung der bürgerlichen Mitte in die Speichen greifen, um den Wagen anzuschieben und auf Kurs zu bringen“.